Geschichte

Zur Geschichte des Bergbaus am Schwarzen Crux

 Marienschacht II [Juni 2002]

Die Stadt Suhl und ihre Ortsteile Goldlauter und Vesser können auf bedeutende Bergbautraditionen zurückblicken . Dies trifft vor allem auf die bis in dieses Jahrhundert hinein betriebenen Grubenanlagen "Schwarzer Crux", "Roter Crux" und "Gelber Crux" in Vesser zu. Die im vorigen Jahrhundert unter dem Namen "Vereinigte Crux - Zechen" zusammengefassten und später noch als "Schwarzer Crux" bezeichneten Bergwerke stellen die umfangreichste und größte erhaltene Bergbauanlage im mittleren Thüringer Wald dar. Der Bergbau auf Eisenerz reicht bis in das Mittelalter zurück. Zwischen 1600 und 1630, als die Suhler Waffenschmiede in vollster Blüte stand, war das Crux-Eisen außerordentlich geschätzt Es wurde dort zu Gewehrschlössern Pistolenrohren und Harnischen verarbeitet. Die Namen der Cruxen beziehen sich auf die hauptsächlich abgebauten Minerale: Magnetit ("Schwarzer Crux"), Pyrit ("Gelber Crux") und Hämatit (Roter Crux).Die "Cruxen" waren im 18. Jahrhundert auch diejenigen Zechen, die zeitweilig, nämlich als der Bergbau in Suhl selbst schon nahe dem Erliegen war, die Suhler Waffenproduktion am Leben erhielten.
Selbst die Maximilianshütte (später Maxhütte Unterwellenborn) wurde mit dem Eisenerz der Crux beliefert.

Mit Unterbrechungen, z.B. durch den Dreißigjährigen Krieg, wurde bis 1924 Eisenerz in Cruxzechen abgebaut. Heute ist das Crux-Gebiet Teil der Bergbauwanderwege in und um Suhl Mit Ausgangs- oder Endpunkt "Bergbaumuseum" können Interessierte das historische Bergbaugebiet zwischen Vesser und Wegscheide erwandern. Mit dem Bergbaumuseum "Schwarze Crux" wurde im Gebiet zwischen Suhl, Vesser und Schmiedefeld ein Kleinod geschaffen, das für Fachleute, für Touristen und Einheimische gleichermaßen interessante Einblicke in die Geschichte des Bergbaus bietet. Besonders auch für Schulklassen stellt die Ausstellung eine wertvolle Bereicherung dar - gewissermaßen Geschichts- und Heimatkundeuntericht hautnah. Wir bieten die Möglichkeit für Projekttage bei denen die Schülerinnen und Schüler im Crux mit der jahrhundertelangen Entwicklung dieses einstmals wichtigen Industriezweiges vertraut gemacht werden. Neben der umfangreichen Mineraliensammlung zeigt das Museum alles, was ein Bergmann braucht(e). Die Exponate reichen vom Geleucht (Lampen), mit denen die Bergleute vor vielen Jahren in den Schacht einfuhren, über die Kleidung bis zum Gezäh' (Werkzeug), welches uns die körperliche Härte der Bergmannsarbeit erahnen lässt. So versetzt uns ein Rundgang in eine längst vergangene Zeit und macht uns aufmerksamer für die Wunder der Natur und der Welt, in der wir leben
 

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